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Für die Einen ist es Ahnenforschung für die Anderen einfach nur die bucklige Verwandtschaft

Spätestens jetzt, nach dem die Jungs von Dealjaeger.de die Beta-Version für verwandt.de gestartet haben ist es amtlich: Der deutsche Otto Normalwebuser wird zum Ahnenforscher. Profil anlegen, Familienmitglieder hinzufügen, allerlei Daten rund herum packen und fertig ist der Familienstammbaum. Na gut, ganz so einfach ist das nicht. Die nähsten Verwandten hat man schnell zusammen, Geburtstage die man nicht weiß, werden schnell bei Mutti oder Oma nachgefragt und spätestens danach wird es knifflig. Aber das soll jetzt nicht Thema sein.

Ein Knackpunkt bei den Plattformen wird neben der Usability die Unterstützung von GEDCOM, ein Formate zum Datenaustausch in der Genealogie, oder von XML sein. Denn ich stelle mir nichts ärgerlicher vor, als wenn ein Stammbaum zwar angelegt werden kann, aber keine Möglichkeit besteht die in mühevoller Arbeit gepflegten Familienchronologien zu exportieren (oder auch zu importieren). So weit ich das jetzt überblicken kann, wird bei FamilyOne und Geni zur Zeit noch an der Funktionalität gearbeitet. Zu verwandt.de habe ich keine Informationen gefunden.

Hm… irgendwie komme ich hier vom 100sten ins 1000ste den was ich eigentlich wollte ist dieses Tool vorstellen! :P
Family.Show ermöglicht es ebenfalls Familienstammbäume zu erzeugen und (*tata*) auch lokal im XML-Format oder einer GEDCOM-Datei abzuspeichern. Neben detaillierten Informationen zu jeder Person (Texte und Bilder), können Geburts- und ggf. Sterbedaten, der Familienstand und die Beziehungen untereinander abgebildet werden. Alles was man halt so braucht um einen Familienstammbaum zu pflegen. Family.Show ist eine .NET-Anwendung und kann via OneClick installiert bzw. gestartet werden (Windows XP bzw. Vista, das .NET Framework 3.0 und IE sind erforderlich, zumindest klappte es bei mir nicht mit dem Fuchs). Da gehts zum Programm. (Sidebar rechts)

Für .NET-Programmierer ist Famliy.Show sicherlich auch oder gerade wegen der Umsetzung mit dem WPF Framework interessant, da nach eigenen Angaben:

Our designers employed every trick in the WPF book– styles, resources, templates, data binding, animation, transforms– to present an innovative visualization of the classic family tree, freeing our developers to concentrate on behind-the-scenes features like XPS, P/Invoke wrapper for Windows Vista common dialogs, and ClickOnce for WPF. (Quelle)

Der Quellcode der Anwendung ist ebenfalls auf der Homepage abrufbar.

Optisch macht macht das ganze schon mal was her und zum Testen habe ich mal einen kleinen Stammbaum erstellt, die ihr im GEDCOM-Format oder als XML-Datei herunterladen könnt.

Family.Show: Stammbaum
Family.Show (GEDCOM)
Family.Show (XML)

Viel Spaß beim Forschen!

Nachtrag 11.07.2007 Laut einem Hinweis den ich per Mail bekommen habe ist der GEDCOM-Export von Family.Show wohl noch nicht ganz vollständig. Neben Angaben wie das verwendete Programm, Datum oder Versionsnummer fehlen weiter wesentliche Header-Informationen wie bspw. der Character-Set. In wiefern sich das direkt auf den Import auswirkt, kann ich nur vermuten, befürchte aber unschöne Effekte mit Umlauten oder Sonderzeichen. Weiterhin ist noch zu erwähnen, dass die GEDCOM-Tags einige “Lücken” aufweisen und somit beim Transfer zwischen mehreren Programmen es durchaus zum Informationsverlust kommen kann.
-Danke Metti-

GEDCOM im GenWiki
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